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Aktuelles  ·   03.09.2026

Gottesanbeterin

In unserer wilden Wiese hatten wir heute einen besonderen Besucher. Eine Gottesanbeterin (Mantis religiosa) saß in der Vegetation. Bis vor wenigen Jahren waren sie in Deutschland ausschließlich in warmen Regionen im Süden beheimatet. In Südeuropa ist die europäische Gottesanbeterin weit verbreitet. Durch die Klimaerwärmung haben sich die Fangschrecken nun schnell bis hierher in den Norden ausgebreitet. Sie und andere wärmeliebende Arten profitieren von den warmen, trockenen Sommern, während andere darunter leiden und verschwinden. Gottesanbeterinnen sind Lauerjäger, können regungslos und durch ihre grüne oder braune Färbung gut getarnt auf Beute wie Spinnen, Heuschrecken, Schwebfliegen lauern. Ist ein Beutetier in greifbarer Nähe, kann sie blitzschnell mit den Fangarmen zugreifen. Die Beute wird bei lebendigem Leib verspeist. Auch Artgenossen, vor allem Männchen nach der Paarung oder Jungtiere werden von den deutlich größeren Weibchen gefressen.